19.06.2020

Die nachhaltige Alternative zu Einwegbechern

von Moritz Mergenthaler

Viele Menschen beginnen ihren Tag mit einer leckeren Tasse Kaffee, manche holen sich diesen auch unterwegs. Wieso denn auch nicht, man muss nichts selbst machen und bekommt den Kaffee frisch in einem netten Pappbecher. Klingt eigentlich alles perfekt, doch diese Pappbecher sind eine riesige Umweltverschmutzung. Wie groß das Ausmaß der Verschmutzung durch Coffee-To-Go Becher ist und wie man am besten darauf verzichtet, verraten wir Ihnen. 

Die Verschmutzung in Zahlen: 

Die deutsche Umwelthilfe hat ausgerechnet, wie viele Einwegbecher in Deutschland verbraucht werden. Hierzu ein paar Zahlen mit anschaulichen Vergleichen: 

  • Deutschlandweit werden rund 2,8 Milliarden Coffee-To-Go Becher pro Jahr verbraucht. 
  • Stellt man diese mit dem dazugehörigen Plastikdeckeln aufeinander, entsteht ein 300.000 km hoher Turm. 
  • In Form einer Kette ließe sich die Erde damit mehr als 7-mal umrunden. 
  • Jeder Deutsche verbraucht 34 Einwegbecher im Jahr. 
  • Bundesweit fallen jeden Tag rund 7,6 Millionen Coffee-To-Go Becher an. 
  • Das macht pro Stunde 320.000 Stück. 

Das Problem an den Einwegbechern ist die Innenbeschichtung. Diese ist mit Kunststoff bezogen, damit der Becher nicht durchweicht. Doch durch die Beschichtung bauen sich die Becher nur sehr langsam ab und am Ende bleibt der Kunststoff der Innenbeschichtung. Dieser zersetzt sich zu Mikroplastik. Genau so umweltschädlich wie die Innenbeschichtung sind die Plastikdeckel und die Umrührstäbchen, welche ebenfalls meistens aus Plastik bestehen.  

Die Lösung: Recup

Das Startup-Unternehmen aus München bietet eine ausgezeichnete Lösung an. Mit Recup bieten sie ein innovatives und nachhaltiges Mehrwegsystem für Coffee-To-Go Becher an. Das Prinzip ist dabei ganz einfach. Der bis zu 500-mal wiederverwendbare Recup soll in so vielen Cafés, Bäckereien und Restaurants wie möglich zur Verfügung stehen. Kauft man einen Kaffee in einem Recup-Becher zahlt man einen Euro Pfand. Der Kaffee ist sogar billiger als im normalen Pappbecher. Den leeren Pfandbecher kann man dann bei allen Recup-Partnern wieder abgeben und man erhält sein Pfand zurück. Dieser wird vor Ort gereinigt und sofort wiedereingesetzt. Somit ist Recup die perfekte nachhaltige Alternative zu den herkömmlichen Einwegbechern. Das Ziel muss es sein, dass immer mehr Lokale Recup unterstützen, um somit eine einwandfreie Nutzung zu schaffen.  

Tags zum Artikel Recycling Reuse Umweltschutz 

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