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28.07.2017

Earth Overshoot Day am 2. August 2017

von Justine Weiß

Am 2. August wird die Menschheit das Budget der natürlichen Ressourcen für das Jahr 2017 aufgebraucht haben. Der „Earth Overshoot Day“ kennzeichnet den Tag, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unseren Verhältnissen leben. Das bedeutet, dass die Bevölkerung vom 1. Januar bis zum 2. August so viel von der Natur erbrachten Leistungen verbraucht hat, wie die Erde im ganzen Jahr erneuern kann. Das bedeutet, wir Menschen nutzen die Natur 1,7-mal schneller als Ökosysteme sich regenerieren können. Wir beanspruchen mittlerweile 1,7 Erden. Der Mehrverbrauch wird verursacht, weil wir mehr CO2 in die Atmosphäre ausstoßen als unsere Ozeane und Wälder absorbieren, weil wir schneller fischen, als sich die Fischbestände erholen, und wir Bäume schneller fällen, als sie nachwachsen.

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Der jährliche „Earth Overshoot Day“ wird vom Global Footprint Network mit den Methoden des ökologischen Fußabdrucks berechnet. Der CO2-Ausstoß ist der am schnellsten wachsende Anteil des ökologischen Fußabdruckes. Der Carbon Footprint macht heute 60 Prozent des ganzen Footprints der Bevölkerung aus. Um das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens vom Dezember 2015 zu erreichen, sollte der CO2-Ausstoß von Fossilenergie weltweit vor 2050 auf null sinken. Würde der „Earth Overshoot Day“ zukünftig wieder mindestens 4,5 Tage pro Jahr nach hinten verlagert, würden wir nach Berechnungen der Forscher bis 2050 wieder innerhalb der Kapazität unserer Erde leben.

Der „Earth Overshoot Day“ soll der Politik und uns allen ein mahnender Weckruf sein, aktiv zu werden. Einen Beitrag kann jede und jeder Einzelne leisten: ressourcenintensive Konsummuster überdenken, Energie sparen, Ökostrom beziehen, saisonale Lebensmittel kaufen, auf langlebige Produkte mit Recyclingmaterialien setzen, auch gebrauchten Geräten eine Chance geben und Abfälle generell vermeiden.

Titelbild: Uros Jovicic

Tags zum Artikel Gesellschaft Nachhaltiges Handeln 

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