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04.09.2017

Ein Schatten auf dieser Erde

von Susanne Sontheimer

Neulich saß ich in einem Theaterstück über das Leben von Martin Luther. Die Vorführung endete – ziemlich eindringlich – mit dem Bibelzitat „Unser Leben ist ein Schatten auf dieser Erde“. Eindringlich für mich deshalb, weil es stimmt: Schließlich tragen wir mit jeder Autofahrt, jeder Verpackung und letztendlich jedem Atemzug ein bisschen dazu bei, unserer Umwelt zu schaden. So deprimierend das auch ist. Aber wir leben nun einmal. Also gilt es abzuwägen: Was kann ich persönlich vertreten? Was nicht? Und wie kann ich den Einfluss, den ich habe, möglichst positiv gestalten?

Das ist mitunter ganz schön kompliziert, auch für uns als Unternehmen. Zum Beispiel, wenn es um unsere Printwerbemittel geht, denn diese sind natürlich immer auch mit Emissionen verbunden. Doch das Grundlegendste und Wichtigste ist es wahrscheinlich, sich über sich selbst und sein Handeln im Klaren zu sein. Das bedeutet dann zwar nicht immer automatisch, dass man den eigenen „Schatten“ direkt verkürzen kann. Aber man kann z. B. den eigenen Horizont erweitern und schauen, wo man sonst eventuell eine positive Veränderung bewirken kann.

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Genau dabei hilft uns die ClimatePartner GmbH aus München, die sich auf Klimaschutzlösungen für Unternehmen spezialisiert hat. Zu ihrem Angebot gehört u. a. eine vom TÜV-Austria zertifizierte cloudbasierte Klimaschutzsoftware, mit der der jeweilige CO2-Ausstoß (in unserem Fall also z. B. durch die Printproduktion) analysiert werden kann. Außerdem hilft die Firma dabei, passende Klimaschutzprojekte zu finden, durch deren Unterstützung die entstandenen CO2-Emissionen ausgeglichen werden können.

Diese Ausgleichsbemühungen führen uns auf einen anderen Kontinent, nach Südamerika nämlich. Dort unterstützen wir in Kolumbien die familiengeführte Ziegelei Ladrillera Santander, die als einzige Ziegelei im Großraum Bogotá bewusst auf klimafreundliche Alternativen setzt. Und Ziegeleien gibt es dort ziemlich viele, da die Landflucht von Millionen von Menschen zu einem extrem hohen Bedarf an neuen Häusern führt. Ziegelsteine müssen also her, und da Kohle in Kolumbien extrem günstig ist, werden diese fast ausschließlich unter Verwendung dieses Brennstoffs hergestellt. Nur eben bei der Ladrillera Santander nicht.

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Die Firma rüstet nicht nur Schritt für Schritt auf effiziente Brennöfen um, die 40 Prozent weniger Brennstoffe benötigen, sondern setzt statt auf Kohle verstärkt auf Biomasse, wie Holz- und Papierabfälle. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn jeder durch diese umweltfreundlichere Alternative hergestellte Ziegelstein spart ein Kilogramm CO2 ein. Was bei einem kompletten Haus einem Wert von ca. 1,5 Tonnen entspricht.

Noch ist die Ziegelei auf ihrem Weg in die Zukunft ein Außenseiter, doch die Entwicklung ist überaus erfreulich: Der Anteil der durch Biomasse hergestellten Ziegelsteine wächst beständig und soll immer größer werden, gleichzeitig der generierte „Schatten“ immer kleiner … und dabei helfen wir sehr gerne! Mehr Informationen über dieses Klimaschutzprojekt gibt es hier.

Tags zum Artikel CO2-Kompensationsprojekte 

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