06.07.2017

G20-Gipfel am 07./08. Juli in Hamburg

von Justine Weiß

Vor der Kulisse der Elbphilharmonie werden am 7. und 8. Juli 2017 die Staats-und Regierungschefs der „Gruppe der 20“ (G20) zusammenkommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in die Hansestadt Hamburg geladen, um globale Herausforderungen unserer Zeit zu beraten. Deutschland hat im vergangenen Dezember die Präsidentschaft der G20 von China übernommen und konnte über den Gipfelort entscheiden.

Die Gastgeberin Angela Merkel hat die Themen Klimawandel, Frauenrechte, Nachhaltigkeit, Weltgesundheit, Afrika-Hilfe und Freihandel auf die Agenda des G20-Treffens gesetzt.

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Quelle: www.g20germany.de

Offenheit und Transparenz sollen die deutsche G20-Präsidentschaft auszeichnen. Die Bundeskanzlerin führte einen umfassenden Dialog mit der Zivilgesellschaft. In sieben Dialogsträngen – Business20, Civil20, Labour20, Science20, Think20, Women20 und Youth20 – erarbeitete sich die Zivilgesellschaft ihre Positionen zur G20-Agenda.

Wohin entwickelt sich die Weltwirtschaft? Viele gegenwärtige Entwicklungen geben Anlass zur Sorge. Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Kohlendioxidemissionen begrenzen

Im 2015 beschlossenen Klimaübereinkommen von Paris hat sich die internationale Staaten-gemeinschaft das Ziel gesetzt, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Weltweit haben inzwischen mehr als 140 Staaten das Pariser Protokoll ratifiziert.
Kohlendioxid (CO2) ist das wichtigste Treibhausgas und entsteht überwiegend bei der Verbrennung fossiler Energieträger. China stieß im Jahr 2015 fast 30 % aller CO2-Emissionen weltweit aus und war damit der mit Abstand größte Emittent. Große Anteile an den globalen Emissionen hatten auch die Vereinigte Staaten (14 %), die Europäische Union (10 %), Indien (7 %) und die Russische Föderation (5 %). Zusammengenommen waren die G20-Staaten im Jahr 2015 für mehr als 81 % der globalen Kohlendioxidemissionen verantwortlich.

Bei der Analyse des Kohlendioxidausstoßes sind neben dem Gesamtausstoß eines Landes vor allem auch die Emissionen je Einwohner entscheidend. Hier lagen Australien, die Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien und Kanada 2015 mit mehr als 15 Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner mit Abstand vorn.

China rangierte mit 7,7 Tonnen im Mittelfeld, aber auch bereits über dem EU-Durchschnitt von 6,9 Tonnen. Mit 9,6 Tonnen je Einwohner lag Deutschland auch deutlich über dem EU-Mittel. In Indien, Indonesien, Mexiko, der Türkei und den südamerikanischen G20-Staaten waren die pro-Kopf- Werte unterhalb des weltweiten Durchschnitts von 4,9 Tonnen.
Gegenüber 1990 sind die Kohlendioxidemissionen im Jahr 2015 in vielen G20-Staaten stark gestiegen. Eine besonders hohe Steigerungsrate verzeichnete China, wo sich die jährlichen CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2015 mehr als vervierfachten (+ 364 %). Aber auch Indien (+ 278 %), Indonesien (+ 215 %) und Saudi-Arabien (+ 202 %) erhöhten ihren Ausstoß erheblich.
Einige G20-Staaten stießen 2015 gegenüber 1990 weniger Kohlendioxidemissionen aus. Darunter waren das Vereinigte Königreich (- 31 %), die Russische Föderation (- 26 %) und Deutschland (- 24 %).

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Quelle: Emission Database for Global Atmospheric Research (EDGAR/JRC)

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