28.08.2019

Verpackungstrends 2019

von Susanne Sontheimer

Nach 1 ½ Jahren Elternzeit erwarteten mich nach meiner Rückkehr ins Büro zahlreiche Pakete …  der neue Bildschirm, eine neue Tastatur und natürlich der neue Laptop. Alles gut verpackt, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, manche nichtssagend und manche spannend und ansprechend. Zentrale Funktion der Verpackung ist sicher nach wie vor der Transportschutz, doch offensichtlich gibt es in Sachen Optik inzwischen große Unterschiede zwischen den Versendern. Hier kommen ein paar Trends aus 2019:

PERSONALISIERUNG

Personalisierung spielt eine zentrale Rolle in der Zukunft des Verpackungsdesigns. Es wird geschätzt, dass vor allem jüngere Konsumentengruppen, also einer von fünf Millennials, sich maßgeschneiderte und individualisierte Verpackungen wünschen und dafür sogar mehr bezahlen würde.

Das globale Marktforschungsunternehmen Mintel prognostiziert den Anstieg des digitalen Verpackungsdrucks. Die effiziente, kostengünstige und schnelle Gestaltung von ansprechenden Grafiken ist eine gute Möglichkeit, um Kunden langfristig im Gedächtnis zu bleiben. Der Digitaldruck bietet Markeninhabern wie Amazon die Möglichkeit, den Empfänger auf persönlicher und emotionaler Ebene anzusprechen. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel für Personalisierung ist die „Share a Coke”-Kampagne von Coca-Cola, bei der individuelle Vornamen von potenziellen Konsumenten auf Flaschenetiketten gedruckt wurden, um dadurch mehr Aufmerksamkeit zu erregen und die Verkaufszahlen zu steigern.

DIGITALISIERUNG

Die Verbindung zwischen Offline- und Online-Kanälen wird zunehmend wichtiger: Touchpoints durch Verpackungen sind daher nicht nur in der physischen, sondern auch in der virtuellen Welt zu finden. Die Verknüpfung beider Welten durch QR-Codes oder Augmented-Reality-Anwendungen eröffnet die Möglichkeit, Konsumenten über die Verpackung anzusprechen und in der analogen wie auch digitalen Welt zur Marke zu leiten.

Die Siemens AG nimmt im DACH-Raum eine Führungsposition zum Thema Digitalisierung in der Verpackungsindustrie ein: Seit mehreren Jahren forscht und entwickelt die deutsche Traditionsfirma neue Technologien, um die Effizienz bei der Herstellung von Produktverpackungen und Logistik zu verbessern. Siemens zeigt auch dieses Jahr wieder neueste Trends und Innovationen im Bereich Verpackung & Digitalisierung auf der in Deutschland stattfindenden und weltweit größten Fachmesse für Verpackungen Interpack.

NACHHALTIGKEIT

verpacken_blogbeitrag_bag_gras

Die nachhaltige Ressourcennutzung hat sich in den letzten Jahren als einer der wichtigsten Trends in der Verpackungs- und Logistikindustrie etabliert; sie zählt zu den entscheidenden Kauffaktoren. In den kommenden Jahren werden Verpackungen vermehrt aus biologischen Materialien erzeugt, die zu 100 % abbaubar sind. Die folgenden Beispiele erlauben einen Einblick in die neuesten Entwicklungen:

Smarte Verpackungen: Um die Verschwendung von Nahrungsmitteln zu bekämpfen, wird die Entwicklung von „aktiven Verpackungen” gefördert. Verpackungen von Lebensmitteln, die das Haltbarkeitsdatum verlängern können und dadurch die Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren, erhöhen die Nachfrage. So gibt es intelligente Indikatoren auf den Verpackungen, die beispielsweise Frische, Temperatur und Erstöffnung des Produktes anzeigen. Sie sollen Verbrauchern helfen, bewusste Entscheidungen über den Konsum von Gütern zu treffen.

Pilze statt Styropor: Da Styropor nur schwer recycelbar ist und gerade für technische Produkte eingesetzt wird, haben Forscher eine Alternative aus Pilzen entwickelt: Das Verpackungsmaterial ist biologisch und verzichtet komplett auf chemische Substanzen. Software-Riesen wie Dell Computers setzen bereits auf die neue Technologie, um ihr Image zu stärken und die Umwelt zu schonen.

Getränke-Container aus Algen: Die Verpackungsinnovation aus Algen revolutioniert den Getränkemarkt. Mit dieser neuen Technologie können beispielsweise Softdrinks anstatt in Plastikflaschen nun mit einer Algen-Membran abgefüllt werden. Der große Vorteil: Die Herstellung ist enorm günstig und die Algenvariante ist zu 100 % abbaubar und außerdem essbar.

verpacken_blogbeitrag_bottles

 

Mehr Infos zu diesem Thema auch unter https://www.kaiserkraft.de/content/2019/04/verpackung-trends/

https://www.kaiserkraft.de/content/kategorie-logistik/

Tags zum Artikel Aktionen Blog Gesellschaft Logistik Mitarbeiter Nachhaltiges Handeln Nachhaltigkeit im sozialen Umfeld Nachhaltigkeit in der Ökonomie Plastikmüll Recycling Ressourcen/Klima 

1 Kommentar

  • Susanne Sontheimer says:

    Hühnerfedern, die als Abfallprodukt bei der Fleischverarbeitung anfallen, als Alternative zu Styropor…ein weiterer Verpackungstrend…?
    http://www.aeropowder.com/

Schreibe einen Kommentar zu Susanne Sontheimer Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.