10.11.2017

Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn

von Justine Weiß

Die Folgen des Klimawandels sind für jeden spürbar geworden: Überall auf der Welt mehren sich Naturkatastrophen und auch in Deutschland hat sich die Zahl extremer Wetterereignisse seit den 1970er-Jahren mehr als verdreifacht. Die Erreichung des Klimaziels im Pariser Abkommen, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, und die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen, ist wichtiger denn je. Bedeutende Schritte auf dem Weg dahin werden vom 6.-17. November in Bonn auf der 23. UN-Klimakonferenz (COP 23) verhandelt. Unter Führung der Präsidentschaft Fidschi und des UN-Klimasekretariats (UNFCCC) unterstützt die Bundesregierung als technischer Gastgeber die Planung und Durchführung der Konferenz und leistet so einen wichtigen Beitrag zum internationalen Klimaschutz.
 

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Der Erklärfilm zeichnet die Geschichte der internationalen Klimapolitik nach und zeigt, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit für den Klimaschutz ist.
 



Auf der Klimakonferenz 2015 wurde das historische Übereinkommen von Paris beschlossen. In diesem Abkommen haben sich alle Staaten der Erde erstens dazu verpflichtet, den Anstieg der Erdtemperatur auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen und sich anzustrengen, auch die 1,5 Grad-Grenze nicht zu überschreiten. Zweitens wollen sie die Anpassungs- und Wiederstandfähigkeit gegenüber den nicht vermeidbaren Folgen des Klimawandels stärken. Drittens sollen die Finanzflüsse der Weltwirtschaft in Richtung einer klimafreundlichen Wirtschafts- und Lebensweise umgelenkt werden.

Aber: Jedes Land setzt seine Klimaziele und Aktionspläne – die sogenannten Nationally Determined Contributions (NDCs) – selbst fest. Diese NDCs sollen regelmäßig aktualisiert und dabei immer ehrgeiziger werden. Um den Erfolg des Abkommens sicherzustellen, muss der erreichte Fortschritt transparent nachvollziehbar festgehalten werden. Dafür braucht es gemeinsame Spielregeln. Jeder Staat soll deshalb über seine jeweiligen Treibhausgas-Emissionen und Klimaschutzmaßnahmen berichten. Und: Jeder Staat soll an seinen eigenen Verpflichtungen gemessen werden können.

Schon in Paris war klar: Die bislang von den Staaten eingereichten NDCs reichen nicht aus, um die Ziele des Abkommens zu erreichen. Die Staaten haben sich deshalb versprochen, sich alle fünf Jahre ihre Ziele höher zu stecken. Die technologische Entwicklung und sinkende Kosten bei erneuerbaren Energien dürften dabei helfen.

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Titelbild: Unsplash, Anders Jildén

Tags zum Artikel Ressourcen/Klima 

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