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04.06.2018

46. Weltumwelttag oder Internationaler Tag der Umwelt

von Justine Weiß

Der Weltumwelttag ist ein jährlicher, internationaler Aktionstag am 5. Juni, an dem bürgerschaftliches Engagement zum Umweltschutz gelebt wird. Bereits im Jahr 1972 wurde dieser Tag der Umwelt von der UN initiiert, um das Bewusstsein über die globalen Umweltprobleme zu schärfen.

Das diesjährige Motto lautet: „Beat Plastic Pollution“.

Etwa 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Doch heute schwimmen in jedem Quadratkilometer der Meere hunderttausende Teile Plastikmüll. Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton.

Strände unbewohnter Inseln versinken geradezu im Müll. Und auch direkt vor unserer Haustür, in der Nordsee beispielsweise, sind Plastikabfälle eine allgegenwärtige Gefahr für Fische, Vögel und Meeressäuger. Nicht zuletzt können kleine Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik und umweltschädliche Stoffe, die im Plastik enthalten sind oder daran angereichert werde, über die Fische auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Doch wie kommt der ganze Müll ins Meer?

Drei Viertel des Mülls im Meer besteht aus Plastik. Dieses Plastik ist ein ständig wachsendes Problem, kostet jedes Jahr zehntausende Tiere das Leben und kann auch uns Menschen gefährden. Denn bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 350 bis 400 Jahre vergehen. Bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel. Diese kleinen, festen und wasserunlöslichen Plastikpartikel unter 5mm Größe werden Mikroplastik genannt. Von den jährlich 78 Millionen Tonnen der weltweit gebrauchten Plastikverpackungen gelangen 32 Prozent unkontrolliert in die Umwelt, wie zum Beispiel in die Meere. Zudem gelangen auch Mikroplastikpartikel in Gewässer und die Ozeane. Im Meer sind gerade diese kleinen Partikel ein großes Problem, da sie von den Meerestieren mit Nahrung, zum Beispiel Plankton verwechselt werden.

Mikroplastikpartikel gelangen problemlos in die Körper von Meerestieren und können durch deren Verzehr auch in den menschlichen Organismus aufgenommen werden. Welche Auswirkungen das haben kann, ist noch nicht erforscht. Doch eines ist sicher: Plastik enthält oft auch Giftstoffe wie Weichmacher und Flammschutzmittel, die den Meeresbewohnern schaden und durch die Nahrungskette auch den Menschen erreichen können.

Das kann man selbst tun:

Vermeiden

Sie Plastikverpackungen, Plastiktüten und Wegwerfartikel. Trennen Sie den Müll richtig, denn dieses erleichtert Sortierung und Recycling. Es gibt mittlerweile auch Läden, die Ware verpackungsfrei anbieten.

Verzichten

Sie auf Kosmetika mit Mikroplastikpartikeln.

Beteiligen Sie sich an Müllsammelaktionen ihrer Gemeinde

In vielen Orten und Städten gibt es Aufrufe, sich an der Beseitigung von Müll aus der Landschaft zu beteiligen. So kann auch der störende Plastikmüll aus der Umwelt entfernt werden.

 

Titelbild: Dustan Woodhouse https://unsplash.com/photos/RUqoVelx59I

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